Die Narren gehen, die Fastenzeit kommt

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Ich persönlich mache drei Kreuze, dass das närrische Treiben endlich vorbei ist. Ich kann das ganze Jahr lang Spaß haben. Da brauche ich nicht ein paar besondere Wochen, in denen ich mich auch noch schlecht anziehen muss. Nun kehrt wieder Ruhe ein. Statt übermäßigem Alkoholkonsum und lautem Geschrei stehen nun Verzicht und Besinnung auf dem Plan: Die Fastenzeit beginnt!

Die Fastenzeit dauert von Aschermittwoch bis Ostersamstag – in diesem Jahr also vom 22. Februar bis 7. April. Diese Zeitspanne orientiert sich an den 40 Tagen, die Jesus gefastet hat. Dabei geht es jedoch nicht darum, eine 40-tägige Heilfastenkur durchzuziehen. Essen und Trinken sind durchaus erlaubt. Sinn und Zweck unserer heutigen Fastenzeit besteht eher darin, sich im Verzicht zu üben.

Das Wichtigste dabei: Das Ziel muss realistisch sein! Wer sich die Fastenzeit aussucht, um mit dem Rauchen aufzuhören, wird ganz sicher eine Bruchlandung hinlegen. Ebenso dürfte es Schoko-Süchtigen Personen wie mir ergehen. Wenn der Körper von einer Sache abhängig ist, wird er sich nicht vom Gegenteil überzeugen lassen, nur weil gerade Fastenzeit ist. Das Ziel muss realistisch sein – nur so lässt sich eine herbe Enttäuschung verhindern.

In den vergangenen Jahren habe ich auf Alkohol verzichtet. Das lief immer sehr gut, war zuletzt jedoch etwas zu einfach. Daher habe ich mir für dieses Jahr etwas anderes überlegt: 40 Tage lang weder rotes Fleisch noch Wurst. Für eine fleischfressende Pflanze wie mich, ist das eine besonders harte Herausforderung.

Im Grunde ist das mit dem Fasten also ganz einfach: Man überlegt sich, worauf man verzichten möchte. Fleisch, Alkohol, Süßigkeiten, Partys oder Videospiele – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Dann zieht man die 40 Tage durch. Und danach freut man sich, dass man es geschafft hat. Dass man stark genug war. Dass man bewusster gelebt hat. Dass es vorbei ist! Und dass man die kommenden 325 Tage wieder alles essen, trinken und tun darf, was man will!

Viel Erfolg beim Fasten!

PS: Alle, die das mit dem Fasten tatsächlich wörtlich nehmen wollen, sollten sich vorher genau informieren. Die folgenden Websites bieten hierfür einen guten Einstieg:

www.heilfastengesundheit.de
www.heilfasten-berater.de
www.heilfastenkur.de
www.gesund-heilfasten.de