„Kill the Boss“ – und den Produzenten bitte gleich mit!

Print Friendly


Das Leben spielt manchmal grausame Streiche. Freunde kaufen aus Versehen eine DVD doppelt, man schätzt ihren Geschmack hoch ein, kauft ihnen die übrige DVD ab – und das Unheil nimmt seinen Lauf. Ein klares Fazit gleich zu Beginn: Finger weg von „Kill the Boss“!

Drei brave Angestellte leiden unter ihren jeweiligen Chefs. Weil sie sich nicht mehr anders zu helfen wissen, beschließen sie eines schönen Tages, ihre Peiniger um die Ecke zu bringen. Eine nette Idee für einen Film, aus der man durchaus etwas hätte machen können. Nur leider wurde bei „Kill the Boss” diese Chance vertan. Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll, so viele Minuspunkte habe ich: Die Geschichte und Ausführung sind laut und trotzdem nichtssagend, langweilig und extrem flach. Man erwartet Mitleid mit den drei armen Angestellten, denn wer hatte nicht schon einmal einen Horror-Chef vor der Nase sitzen. Doch Fehlanzeige! Die drei Charaktere sind so blöd, dass ich persönlich körperliche Schmerzen litt, als ich ihnen zusehen musste. Die drei Bösewichte sind indes so überzeichnet, dass man sie noch nicht einmal mehr hassen kann, weil man sie nur noch als Kunstfiguren wahrnimmt.

Mit dieser Meinung stehe ich recht einsam, darüber bin ich mir im Klaren. Andere Leute sprechen von einer schwungvollen schwarzen Komödie, vielen Lachern und herausragenden schauspielerischen Leistungen. Bei mir setzte jedoch die Fremdscham ein und ich war so genervt von der Handlung und den Charakteren, dass ich keinerlei schauspielerische Leistung mehr wahrnahm. Das ist vielleicht auch besser so, denn wer weiß, wie sich dieser Film sonst auf meine eigentlich positive Meinung über Jennifer Aniston, Jason Bateman, Kevin Spacey und Colin Farrell ausgewirkt hätte.

Fazit: Ich bin heilfroh, dass ich nebenbei das Star-Wars-Raumschiff von LEGO aufbauen durfte, das ich zum Geburtstag geschenkt bekommen hatte. So waren diese 98 Minuten meines Lebens nicht ganz vergeudet!


Comments are closed.