Bewerbungs-Serie (2): Wie kann ich Unternehmen von mir überzeugen?

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Es ist eine abgedroschene Floskel, aber ich muss sie leider bemühen: Tue Gutes und sprich darüber! Das gilt vor allem bei Bewerbungen. Seid überzeugt von euch und eurer Arbeit! Und teilt das auch anderen mit! Ein neuer Arbeitgeber verlässt sich bei seiner ersten Entscheidung auf die Angaben des Bewerbers. Sagt ihm also alles, was euch in einem guten Licht dastehen lässt! Mit falscher Bescheidenheit kommt ihr nicht ans Ziel – ebenso wenig wie mit angeberischer Prahlerei.

Die Selbstdarstellung in einer Bewerbung hält viele Stolpersteine parat. So kann man z. B.

  • keinen Bezug zur ausgeschriebenen Stellen herstellen
  • unnötig ehrlich sein und sich dadurch selbst schaden
  • viel erzählen, aber nichts belegen
  • sich übertrieben positiv präsentieren
  • sich selbst anklagen, weil man eine Anforderung nicht erfüllt
  • usw.

In jedem Fall muss man offen und ehrlich sagen, was man zu bieten hat. Was qualifiziert einen für den Job? Ausbildung, bisherige Arbeit, persönliche Fähigkeiten: alles ist wichtig, was das Interesse weckt und zur ausgeschriebenen Stelle passt. In keinem Fall darf man jedoch lügen – oder sich rechtfertigen, wenn man eine Anforderung nicht erfüllt. Wenn man in einem Punkt Defizite hat, sollte man diesen umschiffen und die anderen umso genauer beschreiben.

Fünf Tipps für die Selbstdarstellung

  • Beschreibt genau, in welcher Weise ihr die fachlichen Anforderungen erfüllt!
    z. B. „Meine jetzige Tätigkeit beinhaltet die gesamte Buchhaltung, […]. Dabei arbeite ich täglich mit SAP und allen wichtigen Office-Programmen.“
  • Liefert Beispiele für eure persönlichen Fähigkeiten!
    z. B. „Zu Kollegen und Vorgesetzen pflege ich einen vertrauensvollen und konstruktiven Umgang. Auch aus diesem Grund bin ich drei Jahre infolge zum Vertrauensmann der Abteilung gewählt worden.“
  • Stellt heraus, wie aktiv und wissbegierig ihr seid (Weiterbildungen etc.)!
    z. B. „Neben meiner beruflichen Tätigkeit absolviere ich momentan ein Abendstudium zum Diplom-Betriebswirt.“
  • Verwendet dabei die Schlüsselwörter der Stellenanzeige!
  • Das Wichtigste dabei: Beschreiben nicht bewerten!

Eine Selbstdarstellung sollte übrigens immer mit den aktuellsten Informationen beginnen: Was macht man derzeit beruflich? Was sind die Aufgaben? Wenn man dabei den Bezug zur ausgeschriebenen Stelle hergestellt hat, kann man weiter in die Vergangenheit gehen. Dann beschreibt man alle anderen beruflichen Stationen und seine Ausbildung – wenn möglich mit Bezug auf die Stellenanzeige.

Weitere Teile der Bewerbungs-Serie:

Teil 1 – Die Auswertung von Stellenanzeigen
Teil 2 – Die positive Selbstdarstellung
Teil 3 – Der Inhalt einer Bewerbungsmappe
Teil 4 – Das beherzte Anschreiben
Teil 5 – Der überzeugende Lebenslauf
Teil 6 – Die Besonderheiten bei einer Online-Bewerbung
Teil 7 – Das professionelle Telefon-Interview
Teil 8 – Die Vorbereitung des Vorstellungsgesprächs
Teil 9 – Die Fragen im Vorstellungsgespräch
Teil 10 – Die leidige Gehaltsfrage


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