„Die Herzogin“ zwischen gesellschaftlichen Zwängen und der Liebe

Print Friendly


In einer Sonderpostenaktion entdeckte ich neulich „Die Herzogin“ – ein Historiendrama um eine junge Frau im 18. Jahrhundert. Die hochkarätige Besetzung lockte mich, ebenso die verheißungsvollen Kostüme und die Geschichte. Eine junge Frau zwischen Liebe und Verpflichtung, die ihrer Zeit weit voraus war – das kann ja kein gutes Ende nehmen…

Der Inhalt von „Die Herzogin“

Georgiana Spencer (Keira Knightley) ist noch jung, als sie den Herzog von Devonshire heiratet (Ralph Fiennes). Sie ist geblendet von seiner Macht, seinem Reichtum und der Illusion, geliebt zu werden. Doch schon bald erkennt sie, dass sie nur als Gebärmaschine für einen männlichen Erben herhalten soll. Ihr Gatte ist eiskalt und als er seiner Frau überdrüssig wird, hält er sich eine Geliebte im gemeinsamen Haus. Desillusioniert und trotzig flüchtet sich Georgiana in Partys, Politik und schließlich in die Arme eines anderen Mannes. Sie verlangt ihr Recht, will aus ihrer Ehe ausbrechen – ein Unterfangen, das im 18. Jahrhundert selbstverständlich zum Scheitern verurteilt ist.

Meine Meinung zu „Die Herzogin“

Manche Menschen werden „Die Herzogin“ langweilig finden. Das kann ich verstehen, auch ich bin zwischendrin gedanklich abgeschweift. Und doch hat mich der Film bewegt. Das lag wohl vor allem an den himmelsschreienden Ungerechtigkeiten, die dieser Frau wiederfahren. Als moderne Frau kann ich mir nur schwer vorstellen, dass es tatsächlich Zeiten gab, in denen sich Frauen nicht wehren durften. In denen sie quasi Eigentum ihres Mannes waren, ohne Anrecht auf anständige Behandlung, Selbstverwirklichung und eigene Entscheidungen.

Der Film ließ mich zurück in einer äußerst unzufriedenen Stimmung. Ich war unzufrieden mit dem Ausgang der Dinge und bin es immer noch. Ich ärgere mich, dass Georgiana und ich nichts an den vergangenen Ungerechtigkeiten ändern können. Und ich bin dankbar, dass ich in einer besseren Zeit leben darf.

Daher kann ich unterm Strich nur sagen, dass „Die Herzogin“ ein sehr guter und bewegender Film ist. Denn es gibt nur wenige Filme, über die ich auch Wochen später noch nachdenke.


Comments are closed.