Was tun, wenn einen der Telefon-Dienstleister versetzt?

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Letztens durfte ich mal wieder auf einen Telefon-Dienstleister warten. Ich habe mir einen Tag frei genommen, um dem entsprechenden Kundendienst Einlass in die Wohnung meiner Schwester zu gewähren. Dreimal dürft ihr raten, was dabei herausgekommen ist…

Es ist schon eine Frechheit, wenn der Telefonanbieter sein Erscheinen zwischen „8.00 und 16.00 Uhr“ ankündigt. Denken die ernsthaft, dass alle Kunden arbeitslos sind? Nein, die meisten Menschen müssen sich für eine derartige Aktion Urlaub nehmen. Aber was tut man nicht alles für sein Schwesterlein?! Also saß ich von 7.45 Uhr bis 17.30 Uhr in der Wohnung und wartete. Die Zeitspanne dürfte euch bereits verraten haben, wie die Geschichte endete: Genau, ich wurde versetzt!

Eine ärgerliche Nachfrage meines Schwagers bei 1&1 ergab, dass man auch nicht wisse, was da schief gelaufen sei. Der neue Termin sei dann halt in drei Wochen. Die Frage, wie man denn in der Zwischenzeit ins Internet kommen solle, wurde folgendermaßen beantwortet: „Da müssen Sie sich halt einen Surf-Stick für 30 Euro kaufen!“

Erst wird man versetzt, dann soll man für zusätzlichen Umsatz sorgen? Das kann wohl nicht Ihr Ernst sein, werter Herr D’Avis?

Telefon-Dienstleister sind schon ein nettes Völkchen. Sie zwingen ihre Kunden, einen Tag Urlaub zu nehmen. Drohen mit einem Bußgeld von 60 Euro, wenn man nicht da sein sollte. Wollen selbst aber keine Verantwortung übernehmen, wenn sie Sch… bauen. Das ist doch nett! Aber wie bei vielen anderen Dingen auch, muss man sich einfach nur wehren. Man hat verschiedene Möglichkeiten:

  • Den Surf-Stick kostenlos verlangen.
  • Bei Nicht-Erscheinen selbst 60 Euro von der nächsten Rechnung einbehalten.
  • Mit der Verbraucherzentrale und WISO drohen.
  • Den Vertrag kündigen und zu einem Konkurrenten wechseln. Dort läuft es meist auch nicht besser, aber man hat sich wenigstens nicht unterbuttern lassen. 😉

Meist muss man aber nur etwas lauter werden, dann lenken die freundlichen und kompetenten Service-Mitarbeiter ganz schnell ein.