Warum eine Kündigung eine Chance sein kann

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Euro-Krise, Rezension, Staatspleiten: Derzeit ziehen viele Schreckgespenster durch Europa. Mit ihnen einher geht oft die ganz persönliche Angst vor einem Verlust des Arbeitsplatzes. „Wie soll ich in dieser Krise einen neuen Job finden? Mich nimmt in meinem Alter doch keiner mehr! Für einen Hungerlohn will ich aber auch nicht arbeiten.“ Diese und ähnliche Gedanken beschäftigen Menschen, die eine Kündigung befürchten. Doch anstatt den Kopf in den Sand zu stecken, sollte man einen Plan schmieden.

Eine Kündigung ist zunächst immer ein Schock. Die gewohnte Welt bricht zusammen. Man muss sich neu orientieren. Viele Menschen haben Angst vor Veränderungen – doch dieses Mal können sie sie nicht umgehen. Jetzt MÜSSEN sie einen Ausweg suchen.

Was kann man tun? Stupide Bewerbungen schreiben und hoffen, dass man einen ähnlichen Job findet? Sicher, das wäre die gradlinigste Lösung. Doch eignet sich eine Kündigung auch wunderbar, um sein bisheriges Tun zu hinterfragen: Erfüllt mich meine Arbeit? Interessiere ich mich wirklich dafür? Wollte ich schon immer diesen Job? Oder hatte ich eigentlich andere Träume? Mache ich diese Arbeit nur aus Gewohnheit und weil ich Angst vor etwas neuem habe?

Wer seinen Job tatsächlich liebt, der sollte dabei bleiben. Allen anderen bietet sich eine große Chance: Sie können eine neue Karriere planen! Drei Fragen müssen hierbei beantwortet werden.

1. Was kann ich besonders gut?

Macht euch eine Liste mit Dingen, die ihr gerne macht und vor allem – auch richtig gut könnt! Nur weil man gerne kocht, muss es noch lange nicht schmecken. Nur weil man gerne liest, ist man kein guter Autor. Und nur weil man gerne seine Haushaltsgeräte auseinander baut, kann man sie nicht richtig zusammensetzen. Wo liegen deine Stärken? Was kannst du besonders gut? Kann man daraus vielleicht einen neuen Beruf machen?

2. Welche Optionen habe ich?

Sollte ich umschulen? Gibt es Möglichkeiten für Quereinsteiger? Oder sollte ich mich selbstständig machen? Wer eine neue Karriere starten will, muss sich einen Weg in die Branche suchen. Hierbei muss man viel Für und Wider abwägen. Für risikoscheue Menschen ist der Schritt in die Selbstständigkeit vielleicht nicht das Richtige. Für unabhängige Einzelgänger ist er hingegen das Nonplusultra. Was für ein Typ Mensch bist du? Auf welchem Weg fühlst du dich am wohlsten?

3. Was muss ich tun?

Wenn der Ausstieg aus dem alten Job beschlossene Sache ist, muss man organisiert vorgehen. So blöd es sich anhört: Der erste Weg führt am besten zur Arbeitsagentur. Sie weiß Antworten auf viele Fragen – und man muss ja ohnehin vorstellig werden. Die Agentur kann Umschulungen suchen oder bei der Existenzgründung helfen. Gerade Existenzgründer müssen viele Dinge beachten. Einen Überblick gibt es auf den Seiten des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie und auf gruenddungszuschuss.de.