„Eragon“ von Christopher Paolini – nicht nur für Fantasy-Fans

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Eigentlich bin ich ein Krimi-Leser. Ob Henning Mankell, Agatha Christie, Elizabeth George, Donna Leon oder sogar Mary Higgins Clark – ich bin dabei! Doch ab und an packt es mich und ich muss aus diesem Schema ausbrechen. Dann versuche ich mich an etwas Weltliteratur – oder ich gehe auf Streifzug im Fantasy-Genre. Eine meiner bisher besten Entdeckungen dort: „Eragon“ von Christopher Paolini.

Eragon – Ein kurzer Überblick über den Inhalt

Die Geschichte des jungen Drachenreiters Eragon umfasst mittlerweile drei Bände. Klar, dass ich da aufpassen muss, was ich euch erzähle. Schließlich ereignen sich im Laufe dieser knapp 2.300 Seiten einige wichtige Dinge und Wendungen, die ich unmöglich ausplaudern darf. Doch ein paar Dinge kann ich verraten:

Eragon ist ein Bauernjunge aus einem kleinen Tal im Norden des Langes Alagaësia. Eines Tages findet er einen komischen blauen Stein, der sich schnell als Ei eines Drachen entpuppt. Die Drachendame Saphira schlüpft aus ihm. Eragon und sie sind fortan aneinander gebunden und die meist gesuchten Personen des Königreichs. Denn der tyrannische Herrscher Galbatorix will den neuen Drachenreiter und dessen Drachen unbedingt in seine Gewalt bringen und für seine bösen Zwecke missbrauchen. Doch Eragon denkt gar nicht daran, zum Schergen des Imperators zu werden. Mit Hilfe treuer Freunde besteht er viele Kämpfe und wächst im Laufe der drei Romane zu einem stattlichen Krieger heran. Doch der Kampf gegen Galbatorix und seine Söldner wird zunehmend härter und gefährlicher. Welches Schicksal werden Saphira, Eragon, sein Cousin Roran, die zauberhafte Elfe Arya, der Zwerg Orik, die Anführerin der Varden Nasuada und alle anderen erleiden? Der Kampf Gut gegen Böse ist in vollem Gange… und wird im vierten Teil fortgesetzt (Erscheinungsdatum: 19. November 2011).

Eragon – Eine Mischung aus „Herr der Ringe“ und „Krieg der Sterne“

Was mich am meisten an „Eragon“ fasziniert, ist die Tatsache, dass Christopher Paolini den ersten Band im Alter von 15(!) Jahren geschrieben hat. Wahnsinn, was ein Halbstarker erreichen kann, der nicht nur Computerspiele zockt! Zwar hat er sich offensichtlich vom „Herrn der Ringe“ und der „Krieg der Sterne“-Saga inspirieren lassen, jedoch kam dabei eine runde und sehr gut durchdachte Geschichte heraus. Die Figuren sind realistisch, die Handlung schlägt einige Haken und nimmt ungeahnte Wendungen. Und selbst wenn es Elfen, Zwerge, Drachen und verzwickte Stammbäume schon vorher gab, schafft es Christopher Paolini eine vollkommen neue Geschichte zu erzählen. Sein klarer und verständlicher Schreibstil tut sein Übriges.

Jedoch kann ich nicht verstehen, dass „Eragon“ als Kinder- und Jugendbuch eingestuft wird. Denn gerade bei den Kampfszenen geht es teilweise heftig zur Sache. Meine Einschätzung: Reife Jugendliche könnten ab zwölf Jahren mit „Eragon“ beginnen. Empfindlichere Personen sollten erst mit 14 Jahren einsteigen.

Ich freue mich schon auf den vierten Teil und bin gespannt, ob die Geschichte nun einen Abschluss findet. Oder wird es sogar noch einen fünften Band geben?


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