Die Mär vom Cholesterin und dem Hühnerei

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Da raten mir meine Ärzte jahrelang, dass ich weniger Eier essen soll, weil mein Cholesterinspiegel zu hoch ist. Und was erfahre ich im Internet? Völliger Humbug! Eier sind gesund und erhöhen nicht den Cholesterinspiegel! Das belegen Studien, die schon vor ein paar Jahren erschienen sind. Und ich frage mich: Warum informiert niemand die Hausärzte darüber?

„Am besten ist, wenn Sie ganz auf Eier verzichten!“ Ich höre die Worte noch genau. Und da ich ein braves Mädchen bin, habe ich mich immer an diese Weisheit gehalten – zumindest so gut es ging. Ei-freie Nudeln wurden gekauft, das Frühstücksei im Restaurant gegen ein Körnerbrötchen eingetauscht und seit Neuestem habe ich sogar eine Packung Ei-Ersatz im Kühlschrank stehen. Damit kann ich alles kochen und backen außer Rührei.

Und nun erfahre ich, dass Eier viel besser sind als ihr Ruf. Sie enthalten zwar Cholesterin, jedoch wird dieses nicht vom Körper aufgenommen. Grund dafür ist das Lecithin, das auch in Eiern steckt. Das hemmt die Cholesterinaufnahme des Körpers. So habe ich es zumindest im Internet gelesen.

Jedoch frage ich mich ernsthaft, warum Hausärzte weiterhin die Mär von den bösen Hühnereiern verbreiten. Bilden die sich nicht weiter? Lesen die keine Zeitschriften? Interessieren die sich nicht für die Arbeit ihrer Kollegen? Wenn ein normaler Arbeitnehmer solch ein „Interesse“ an seinem Job zeigen würde, wäre er ratzfatz gefeuert.

Aber auch wenn ich ab sofort wieder Eier essen darf, werde ich meinen Ei-Ersatz nicht in die Tonne werfen. Denn der ist schon oft ein Retter in der Not gewesen, z. B. wenn ich spontan einen Kuchen backen wollte. Die Dose hält sich Ewigkeiten. Daher hat man immer Eier zur Hand – selbst, wenn man sie beim Einkaufen vergessen hat.


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