Taste the waste: 5 Tipps gegen die Verschwendung von Essen

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In den deutschen Kinos ist der Dokumentarfilm „Taste the waste“ angelaufen. Und postwendend ist eine Diskussion um unsere Essgewohnheiten und Verschwendung entbrannt. Denn jährlich werden in der EU 90 Millionen Tonnen Lebensmittel weggeworfen. Diese Zahl erscheint unvorstellbar und abstrakt. Auf jeden einzelnen der 502,5 Millionen EU-Einwohner heruntergebrochen, wird sie jedoch greifbar: Jeder von uns wirft pro Jahr 180 Kilogramm Essen weg! Das muss nicht sein. Daher folgen nun fünf Tipps, wie man seinen Müllberg klein halten kann.

1. Diät-Regel schützt auch vor Verschwendung

Wenn man eine Diät macht, lernt man die folgende Regel: „Niemals hungrig einkaufen gehen!“ Was gut für die Taille ist, schützt auch vor Verschwendung. Denn wenn wir hungrig sind, packen wir viel mehr Sachen in den Einkaufswagen als wir bräuchten. Entweder essen wir das ganze Zeug und werden fett – oder wir schaffen es nicht und werfen es irgendwann weg. Beides schlecht!

2. Planung ist der halbe Einkauf

Ich kaufe gerne für die ganze Woche im Vorfeld ein – das spart Zeit. Allerdings sollte man sich schon vorher überlegen, was man wann kochen will. „Putenfleisch könnten wir auch mal wieder machen“ ist ein ganz schlechter Gedanke beim Einkauf. Denn „auch mal wieder“ ist nicht präzise genug, das Putenfleisch gerät in Vergessenheit und wird nach einer Woche weggeworfen. Besser ist der Gedanke: „Putenfleisch, gute Idee. Das gibt es morgen Abend!“

3. Mindestens haltbar bis…

Das Wort „Mindesthaltbarkeitsdatum“ ist nicht nur furchtbar lang, sondern auch furchtbar irreführend. Denn viele Verbraucher sehen dieses Datum und glauben, dass man die Ware nur bis zu diesem Zeitpunkt essen kann. Dabei ist sie oft noch viel länger genießbar. Bevor ihr den Becher Joghurt das nächste Mal ungesehen wegwerft, lohnt sich also ein Blick unter den Deckel.

4. Kochduell in der heimischen Küche

Worauf man Lust hat, ist nicht im Haus. Und auf das, was im Haus ist, hat man keine Lust. Das ist der erste Schritt in Richtung Mülleimer. Doch manchmal muss man über seinen Schatten springen und eben das essen, was da ist. Wenn man das nicht als Qual versteht, sondern als Chance, kann man viel Tolles dabei entdecken. Der Rest Erdnussbutter wird schnell zu einer leckeren Soße. Reis, Dosengemüse und ein paar Nüsse ergeben ein leckeres Abendessen. Und mit Nudeln lässt sich so gut wie alles kombinieren. Erlaubt ist, was schmeckt – und die guten Nahrungsmittel vor dem Mülleimer bewahrt.

5. Auf Traditionen besinnen

Seit bei uns im Garten Erntezeit herrscht, sind wir zu wahren Einweck-Meistern mutiert. Wir haben Trauben- und Apfellikör hergestellt und unsere überzähligen Zucchini als Relish eingeweckt. Die restlichen Zucchini wurden geschnitten und pfannenfertig eingefroren. Das Gleiche kann man machen, wenn man zu viel Obst oder Gemüse gekauft hat. Einfrieren, einwecken, einlegen – was unsere Großmütter konnten, können wir schon lange!


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