5 Dinge die man bei einem Praktikum beachten muss

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In Zeiten des Fachkräftemangels suchen viele Unternehmen händeringend nach gutem Personal. Für Hochschulabsolventen ist das eine sehr gute Voraussetzung. Doch ein guter Abschluss allein reicht meist nicht aus, um sich von der breiten Masse abzuheben. Daher sollten sich Studenten frühzeitig um anspruchsvolle Praktika kümmern, bei denen sie viele Erfahrungen sammeln können. Doch wie unterscheidet sich ein gutes Praktikum von einem schlechten? Und was muss man bei der Auswahl und der Bewerbung beachten? Hier fünf Tipps:

1. Typischer Fehler im Lebenslauf

Wenn ihr euch um ein Praktikum bewerbt, müsst ihr selbstbewusst auftreten. Dazu passt überhaupt nicht, wenn ihr in eurem Lebenslauf die Berufe eures Vaters und eurer Mutter angebt. Schließlich ist das euer Lebenslauf und nicht der eurer Eltern! Vor einigen Jahren hat man das noch in seinen Lebenslauf geschrieben – heute wirkt es sehr altbacken und spießig.

2. Zeitpunkt des Praktikums

Ihr solltet darauf achten, dass ihr eure Praktika nur während des Studiums absolviert. Sobald ihr euren Abschluss habt, müsst ihr euch eine Trainee-Stelle oder einen „richtigen“ Job suchen. Aus zwei Gründen: Erstens grenzt es an Ausbeutung, wenn euch ein Unternehmen trotz Abschlusses in einem Praktikum versauern lässt. Zweitens sieht solch eine Reihenfolge extrem schlecht im Lebenslauf aus.

3. Aufgaben im Praktikum

Kaffee kochen und Kopien machen – das ist leider viel zu oft die Hauptaufgabe von Praktikanten. Das solltet ihr euch aber nicht gefallen lassen! Achtet daher von Anfang an darauf, dass ihr eigene Aufgaben bekommt. Beim Bewerbungsgespräch solltet ihr an diesem Punkt besonders nachhaken. Und wenn das Unternehmen seine Zusagen nicht einhält, müsst ihr euer Recht einfordern!

4. Bewerbungsgespräch

Ihr wollt bei einem Unternehmen ein Praktikum machen. Dann solltet ihr auch Einiges über dieses Unternehmen wissen. Zeigt beim Vorstellungsgespräch Interesse und bereitet euch richtig vor! Uninteressierte Praktikanten bekommen nämlich keine interessanten Praktika!

5. Kritikfähigkeit des Unternehmens

Wenn ihr ein anspruchsvolles Praktikum wollt, müsst ihr herausfinden, wie das Unternehmen mit Kritik umgeht. Denn vielleicht müsst ihr auf euer Recht pochen (s. 3.) und das wird schwierig, wenn das Unternehmen Kritik einfach ablaufen lässt. Die Kritikfähigkeit kann man z. B. am Unternehmensauftritt im Web 2.0 ablesen. Sind in Foren o. ä. nur positive Einträge zu finden, solltet ihr hellhörig werden. Denn niemand bekommt nur positive Kritiken. Auch zeigen Antworten auf negative Stimmen, wie das Unternehmen damit umgeht. Wenn es schon in der Außendarstellung „beratungsresistent“ ist, wird das im Innenverhältnis mit Sicherheit noch schlimmer sein.

Kleiner Hinweis am Ende: Nach der Umstellung auf Bachelor- und Master-Studiengänge ist es für viele Studenten schwieriger, Zeit für ein Praktikum zu finden. Zum Glück denken die ersten Unternehmen um und bieten flexible Praktika an, so z. B. die Deutsche Telekom mit ihrem „Flexikum“.