Lob fördert die Arbeitsmoral – und die Gesundheit

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Als hätten wir es nicht schon immer gewusst: Nörgel-Chefs nerven nicht nur, sie machen auch krank! Jetzt gibt es dafür sogar einen wissenschaftlichen Beleg, den Fehlzeiten-Report 2010! Dieser Report wird publiziert vom Wissenschaftlichen Institut der AOK (WIdO) in Kooperation mit der Universität Bielefeld und der Beuth Hochschule für Technik Berlin.

Wenn Mitarbeiter gut informiert werden und ihre Leistung anerkannt wird, haben sie weniger gesundheitliche Beschwerden. Dies ist eine Aussage der Studie, die Mitte August veröffentlicht wurde. Demnach gaben jedoch 54,5 Prozent der Befragten an, dass sie selten bzw. niemals ein Lob für ihre Arbeit hören. Diese mangelnde Anerkennung führt nicht nur zu höheren Fehlzeiten, sondern auch zu einer hohen Fluktuation im Unternehmen.

Dabei ist es für Chefs so leicht, etwas richtig zu machen: ein kleines Lob hier, eine Information dort, schlechte Laune nicht an Unbeteiligten auslassen, ein höflicher Umgangston. Man braucht nicht viel, um seine Mitarbeiter bei Laune zu halten. Jedoch ist es ein richtiger Kraftakt, sich unbeliebt zu machen: ungerechtfertigtes Genörgel, Ignoranz, Mitarbeiter gegeneinander ausspielen, Mobbing. All diese Dinge erfordern Zeit und kosten Nerven. Daher frage ich mich ernsthaft, warum es mehr schlechte Chefs gibt als gute. Warum machen sich die lieben Vorgesetzten das Leben selbst schwer?

Mein Tipp lautet daher: Behandelt eure Mitarbeiter so, wie ihr selbst behandelt werden wollt! Denn ob ihr es glaubt oder nicht – wenn ihr sie nicht respektiert, respektieren sie euch auch nicht. Die meisten machen zwar brav das, was ihr ihnen sagt. Aber Motivation sieht anders aus. Und hinter eurem Rücken lachen sie über euch!


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