Die drei wichtigsten Fragen vor einem Immobilienkauf

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Worauf kann man sich heutzutage noch verlassen? Den Dollar? Bei der US-Staatsverschuldung vielleicht keine gute Idee. Aktien? Wenn ich mir das Auf und Ab an den Märkten anschaue, wohl eher nicht. Gold? Ich bin zwar kein Experte, aber für mich sieht das nach einer ziemlich großen Blase aus. Bleiben noch Immobilen. Wenn man selbst dort einzieht, scheint der Hafen sicher. Allerdings nur, wenn man die Sache nicht überstürzt. Daher sollte man die folgenden drei Fragen ehrlich beantworten, bevor man den Schritt in die eigenen vier Wände wagt.

Will ich mich tatsächlich langfristig festlegen?

Eine Immobilie bedeutet für viele Menschen Freiheit: Man kann selbst bestimmen, welchen Bodenbelag man verlegt und wie oft man die Wände streicht. Man kann nach Herzenslust umbauen und Zeit und Geld investieren – etwas, dass sich in einer Mietwohnung nicht lohnt. Doch viele Menschen übersehen dabei, dass man mit einem Hauskauf auch einen Teil seiner Freiheit aufgibt. Ein Jahr Auszeit in Spanien geht dann nicht mehr so einfach. Und der berufsbedingte Wechsel in eine andere Stadt bringt auch mehr Aufwand mit sich.

Daher sollte man sich gut überlegen, ob man sich räumlich so festlegen will. Wer weiß, dass er über kurz oder lang sowieso wegzieht, sollte das mit dem Eigenheim lieber lassen! Denn bei einem Verkauf nach nur drei Jahren verliert man i. d. R. sehr viel Geld – und dabei wollte man es doch vor den Kursschwankungen retten.

Wie viel kann ich mir leisten?

Bevor man nach der passenden Immobilie sucht, muss man sein Budget kennen. So spart man sich viel Zeit und manche Enttäuschung. Wichtig ist hierbei: Man darf weder zu großzügig noch zu sparsam kalkulieren. Wenn man zu viel will, übernimmt man sich schnell. Gibt man sich mit zu wenig zufrieden, ärgert man sich im Nachhinein.

Ist die Immobilie wirklich ihren Preis wert?

Traumhaus gefunden? Dann bloß nicht vor lauter Vorfreude den Kopf verlieren! Denn so sehr man das Schlösschen auch haben will – man darf sich auf keinen Fall über den Tisch ziehen lassen! Daher sollte man immer prüfen, ob der Preis auch dem Wert der Immobile entspricht. Am einfachsten geht das, wenn man ein Verkehrswertgutachten erstellen lässt. So kann man sicher gehen, dass dem schönen Schein keine unschöne Realität folgt.

Wenn auf diese drei Fragen drei positive Antworten folgten, kann man zur Tat schreiten. Jetzt stehen Kaufvertrag und Finanzierung an. Doch dies ist eine andere Geschichte, die ich ein anderes Mal erzählen werde.

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