Sparen leicht gemacht (5): Sondereinnahmen = Sonderstatus

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Wir haben eine Haushaltsrechnung erstellt, einen Dauerauftrag eingerichtet, fleißig unser Kleingeld gesammelt und einen Extra-Sparstrumpf für Unvorhergesehenes gefüllt. Heute kommt nun mein letzter Tipp, wie man sich das Sparen etwas einfacher machen kann. Und wie die Überschrift schon zeigt, geht es um das Thema Sondereinnahmen.

Weihnachtsgeld, Geburtstagsgeschenke, Steuererstattung. Ein paar Mal im Jahr können wir auf zusätzliche Einnahmen hoffen. Die Betonung liegt auf dem letzten Wort: Hoffen! Denn zu 100 Prozent planbar sind solche Zahlungen nicht. Wie oft wurde in Krisenzeiten schon das Weihnachtsgeld gestrichen? Können wir wirklich planen, wie großzügig sich die Großmutter am Geburtstag zeigt? Und auch das Finanzamt zahlt nicht einfach so die Summe, die wir uns erhoffen.

Daher mein Tipp: Tragt Sonderzahlungen niemals in eure Haushaltsrechnung ein! Dann kann auch nicht alles in sich zusammenbrechen, wenn sie einmal nicht kommen. Wenn sie tatsächlich auf eurem Konto eingehen, könnt ihr immer noch überlegen, was ihr damit anfangen wollt: Den Dispo ausgleichen, einen neuen Fernseher kaufen oder vielleicht doch eine Sonderüberweisung aufs Sparbuch vornehmen. Wenn ihr das Geld sicher habt, könnt ihr damit planen. Vorher solltet ihr lieber keinen Gedanken daran verschwenden – so steht eure Haushaltrechnung auf einem sicheren Fundament.

Ein kleines Beispiel zum Thema Sondereinnahmen

Einst haben wir im Familienkreis unsere Steuererklärung gemacht. Im Verlauf dieser Arbeit stellten wir fest, dass wir einen neuen Drucker brauchten – schließlich mussten wir die Erklärungen irgendwie ausdrucken. Wir waren uns alle sicher, dass wir auf jeden Fall eine Erstattung bekommen würden. Also wagten wir einen „Vorgriff auf die Steuer“ und kauften uns einen neuen Drucker. Das Geld würde mit dem Steuerbescheid schon wieder hereinkommen…

Es kam wie es kommen musste: Das Finanzamt verlangte eine Nachzahlung. Somit war nicht nur die Nachzahlung eine Sonderausgabe, sondern auch die Kosten für den Drucker. Seitdem ist „Vorgriff auf die Steuer“ bei uns ein geflügeltes Wort – und es steht für dämliche Planung und blödsinnige Entscheidungen! 😉

Alle Teile der Serie im Überblick

Sparen leicht gemacht (1): Wissen, was man hat
Sparen leicht gemacht (2): Was weg ist, ist weg
Sparen leicht gemacht (3): Kleinvieh macht auch Mist
Sparen leicht gemacht (4): Planung des Unplanbaren
Sparen leicht gemacht (5): Sondereinnahmen = Sonderstatus


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