Buch-Tipp: „Beim Leben meiner Schwester“ von Jodi Picoult

Print Friendly



In den USA brachte die US-Schriftstellerin Jodi Picoult ihr Buch „My sisters keeper“ schon im Jahr 2004 heraus. Die deutsche Übersetzung „Beim Leben meiner Schwester“ wurde im Jahr 2007 veröffentlicht. Auch wenn das Buch nun schon ein paar Jahre auf dem Buckel hat: In der Zeit der Debatten um Organspender und Prä-Implantations-Diagnostik ist es aktueller denn je.

Einige von Euch werden jetzt bestimmt denken: Ach, das Buch brauche ich nicht zu lesen, denn ich habe ja den Film geschaut! Diesen Personen möchte ich sagen, dass sie sich sofort in den nächsten Buchladen begeben und dieses Buch kaufen sollten. Nicht, dass ich etwas gegen diesen sehr schönen Film hätte. Aber ich finde es sehr schade, dass die vielen hollywoodgerechten Änderungen den ganzen Sinn des Buches zunichte gemacht haben.

Aber nun zum Buch: Kate Fitzgerald ist unheilbar leukämiekrank, als ihre Eltern beschließen ein genetisch identisches Geschwisterchen, Anna Fitzgerald, entstehen zu lassen. Was mit einer harmlosen Nabelschnurblutspende beginnt, endet nach unzähligen Operationen mit einer lebensnotwendigen Nierentransplantation. Doch Anna weigert sich, ihre Niere zu spenden und zieht vor Gericht.

Jodi Picoults melancholisches Familiendrama beschreibt unglaublich einfühlsam die Sichtweisen der einzelnen Charaktere und nimmt den Leser immer tiefer mit in die Geschichte. Der Leser wird bis zur letzten Seite gefesselt – und bleibt auch nach Ende des Buches noch lange nachdenklich.

Wichtiger Hinweis: Lest auf gar keinen Fall den Wikipedia-Artikel! Es sei denn, ihr wollt unbedingt das Ende verraten bekommen…

Comments are closed.