Lagerfeuer – einmal richtig gemacht

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Naturburschen, Überlebenskünstler, Romantiker aufgepasst! Heute verraten wir an dieser Stelle, wie man ein Original-Lagerfeuer entzündet. Keine Sorge: Wie gehen nicht zurück ins Mittelalter und reiben keine Steine aneinander! Ein Feuerzeug ist erlaubt. Aber der Rest ist zu 100 % Handwerkskunst.

Kein Sprit!

Als Erstes einmal eine Info vornweg: Um ein Lagerfeuer anzufachen, braucht man kein Benzin oder sonstige Brandbeschleuniger. Wenn man es richtig anstellt, geht es ganz einfach.

Was man braucht!

Die wichtigsten Utensilien sind ein bisschen Zeitungspapier, ein Feuerzeug, natürlich Holz und eine kleine Axt.

Bei der Wahl des Holzes gibt es einiges zu beachten: Zum Anfeuern sollte man trockenes Holz nehmen, am besten Tannenholz. Reisig ist ebenfalls sehr gut geeignet. Eine alte Palette bietet sich als Holzlieferant an, da dieses Holz oft gut abgelagert ist und sich schnell entzündet. Später, wenn das Feuer brennt, sollte man Hartholz verwenden. Dies verringert erstens den Funkenflug. Und zweitens erreicht man so eine längere Brennzeit.

Auf das Schichten kommt es an!

Das Zeitungspapier wird zerknüllt und in eine Bodenmulde gelegt. Das Holz von der Palette wird mit der Axt in kleine Streifen zerteilt (ca. 2 cm x 2 cm x 40 cm). Diese Streifen bzw. das Reisig werden nun um das Zeitungspapier angeordnet. Um die ganze Geschichte stabil zu gestalten, kann man die Holzstreifen ein bisschen in die Erde stecken. Zwischen den Holzstücken sollte das Zeitungspapier natürlich noch mit dem Feuerzeug erreichbar sein. Die Form ist mit einem Tipi zu vergleichen. Je weiter das Holz vom Papier entfernt aufgestapelt wird, desto größere Holzstücke kann man verwenden.

Come on baby light my fire!

Idealerweise verwendet man ein langstieliges Feuerzeug, um das Papier von der Mitte heraus zu entzünden. Doch bevor dies passiert, sollte man klären, ob man an der gewählten Stelle überhaupt ein Lagerfeuer machen darf!

Brennbare Materialien sollten aus dem Umfeld des Feuers entfernt werden!

Zur Sicherheit genügend Sand bzw. Wasser bereithalten, um im Notfall löschen zu können!

Achtung bei Wind: Die Funken können weit fliegen und angrenzende Felder, Wälder oder Häuser entzünden!

Der Genuss!

Zu einem Lagerfeuer passen am besten ein Partner bzw. eine Partnerin, eine Picknickdecke, eine gute Flasche Wein und ein sternenklarer Himmel.

Wenn man das Feuer für kulinarische Leckerbissen nutzen will, die keinen Schwenkgrill o. ä. erfordern, kann man zum guten alten Stock greifen. Rudimentär, aber funktionsfähig! Für die Stockzubereitung über einem Lagerfeuer eignen sich besonders Würstchen, Stockbrot und zum Nachtisch Marshmallows.

Wie man diese Haute-Cuisine-Schmankerl zubereitet, folgt demnächst an dieser Stelle.

Bis dahin – gut brenn!

Dieser Beitrag wurde von meinem Schatz gestiftet! Vielen Dank für deine Hilfe!

Lagerfeuer


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