Sparen leicht gemacht (1): Wissen, was man hat

Print Friendly

Warum ist am Ende des Geldes immer noch so viel Monat übrig? Jeder schmunzelt bei diesem Satz. Doch für die meisten Deutschen ist er bittere Wahrheit. Dabei könnten viele Menschen gut haushalten und sogar etwas sparen. Jahrelang habe ich in Eigenversuchen experimentiert und getüftelt: Das Ergebnis sind fünf Spar-Tipps, die jeder leicht befolgen kann.

Noch bevor man ans Sparen oder Ausgeben denken kann, muss man sich einen Überblick über seine Finanzen verschaffen. Ich wage die These, dass die meisten Menschen keine Ahnung haben, wofür sie jeden Monat ihr Geld ausgeben. Einzugsermächtigungen und Daueraufträge kümmern sich schon darum. Recht bald ist das Konto leer und man sehnt das nächste Gehalt herbei. Und wenn alles Geld weg ist, kann man auch nichts sparen, richtig? Falsch!

Verschafft euch einen Überblick!

Das Wichtigste ist ein Überblick über alle Einnahmen und Ausgaben. Was kommt jeden Monat herein? Wofür MUSS ich regelmäßig Geld ausgeben? Viele Menschen sind überrascht, wenn am Ende dieser Rechnung ein positiver Restbetrag übrig bleibt. Wie kann das sein? Es ist doch nie etwas übrig!

Das liegt einerseits daran, dass wir immer wieder ungeplante Ausgaben haben: Ein Kinobesuch, ein neues paar Schuhe, Geburtstagsgeschenke u. s. w. Auf der anderen Seite scheint jeder Mensch einen Reflex verinnerlicht zu haben: Auf dem Konto ist noch etwas übrig – also kann ich das noch ausgeben! Dieses Phänomen ist wohl auch dafür verantwortlich, dass Gehaltserhöhungen und Steuererstattungen sofort zu verpuffen scheinen.

Der erste Schritt lautet also: Werdet euch im Klaren darüber, wie viel ihr eigentlich sparen könntet. Dabei hilft diese kleine Liste:

  Einnahmen
 –  Miete und Nebenkosten
 –  Strom
 –  Kabelgebühren
 –  GEZ
 –  Telefon & Internet
 –  Lebensmittel & sonstige Kosten der Haushaltsführung
 –  Versicherungen (z. B. Berufsunfähigkeit, KFZ, Hausrat, Haftpflicht etc.)
 –  Kreditraten
 –  sonstige Kosten (Beiträge, Abos, Fahrkarten, Benzin/Diesel u. s. w.)

Generell ist es eine gute Idee, eine Einnahmen- und Ausgabenrechnung in Excel zu führen. Am besten immer ein paar Monate im Voraus. Meine aktuelle Rechnung reicht z. B. bis zum Jahresende. Die GEZ, KFZ-Steuer oder ein jährlicher Mitgliedsbeitrag können mich damit nicht mehr überraschen.

Noch ein kleiner Tipp: Bei den Einnahmen sollte man lieber auf Nummer Sicher gehen und den Betrag ansetzen, der auch zu 100 Prozent auf das Konto fließen wird. Ausgaben sollte man jedoch immer etwas großzügiger kalkulieren – das verschafft einen kleinen Puffer, wenn es doch einmal etwas mehr wird.

Was kommt nun?

Selbst wenn nach dieser Rechnung nur wenig Spielraum bleibt: Etwas sparen kann man immer! In der nächsten Folge zeige ich, wie man sich selbst austricksen kann.

Sparen leicht gemacht (2): Was weg ist, ist weg
Sparen leicht gemacht (3): Kleinvieh macht auch Mist
Sparen leicht gemacht (4): Planung des Unplanbaren
Sparen leicht gemacht (5): Sondereinnahmen = Sonderstatus

Wer mehr über dieses Thema erfahren möchte, kann sich unter folgendem Link ein kostenloses E-Book herunterladen: E-Book-Ratgeber – Finanzen im Griff


Comments are closed.