R.E.M. melden sich mit „Collapse Into Now” zurück

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Als eingefleischter R.E.M.-Fan konnte ich das neue Album „Collapse Into Now“ kaum erwarten. Am 4. März 2011 war es endlich soweit und ich stürmte gleich am Morgen in den CD-Laden. Zu meiner großen Freude konnte ich das Album sogar in iTunes importieren – dies war mir mit allen Vorgänger-Werken nicht gelungen. Ein gutes Zeichen! Dachte ich zumindest…

Nun stand intensives Dauerhören auf dem Programm. Ich betrat vollkommenes Neuland, da ich selbst die Single „Oh My Heart“ zuvor kein einziges Mal gehört hatte. Also legte ich los. Und hörte die CD zum ersten Mal. Hm?! Was sollte ich davon halten? Ok, dann gleich noch einmal! Vielleicht war ich das erste Mal abgelenkt und habe die besten Stellen verpasst. Doch auch nach dem zweiten Mal, wollte sich keine Hochstimmung einstellen. Also versuchte ich es noch ein paar Mal. Ohne Ergebnis.

Nach langem Warten auf ein neues R.E.M. lautet meine nüchterne Diagnose: Da hätte ich lieber noch ein Jährchen länger gewartet, als für „Collapse Into Now“ Geld auszugeben. Sorry, Jungs, aber das war nichts! Die Lieder hören sich alle an, als wären sie schon einmal da gewesen. Früher kämpften Michael Stipe, Peter Buck und Mike Mills gegen das Establishment – heute gehören sie selbst dazu. Vorbei scheinen die Zeiten von „Losing My Religion“, „Man On The Moon“ oder „Leaving New York“.

Mein Tipp lautet daher leider: Finger weg von „Collapse Into Now“! Denn einen Sturz ins Heute und Hier sucht man vergebens.

Tracklist: R.E.M. „Collapse Into Now“

  1. Discoverer
  2. All The Best
  3. ÜBerlin
  4. Oh My Heart
  5. It Happened Today
  6. Every Day Is Yours To Win
  7. Mine Smell Like Honey
  8. Walk It Back
  9. Alligator_Aviator_Autopilot_Antimatter
  10. That Someone Is You
  11. Me, Marlon Brando, Marlon Brando And I
  12. Blue

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